Kirgisien will den Astana machen
Zentralasien ist ein buntes Völkergemisch und es ist daher nicht immer leicht für einzelne Personen sich zu zuordnen. Die Staaten selber existieren erst seid dem Zusammenfall der Sowjetunion und waren auch erst im Rahmen des Great Game durch das russische Zarenreich erobert worden. Die Grenzen repräsentieren dabei nicht immer das Siedlungsgebiet der einzelnen Völker. Ein Beispiel dafür ist der Süden von Kirgisien, wo viele Usbeken siedeln und eine hohe Arbeitsmigration unter den ethnischen Kirgisien besteht, was dazu beigetragen hat, daß der prozentuale Anteil der Usbeken an der Bevölkerung ständig wächst. Eine Entwicklung, welche von der kirgisischen Regierung sehr kritisch beobachtet wird, da eine usbekisch-gestützte Unabhängigkeit a la Kosovo befürchtet wird. Ein Plan der Regierung um ihre südlichen Gebiete zu sichern ist daher die Verlegung der Hauptstadt von Bishkek nach Osh. Es wäre derselbe Schachzug den Kasachstan durch die Verlegung seiner Hauptstadt nach Astana getan hat, was russische Ansprüche im Norden von Kasachstan verhindern soll.
Hier ein Bild von “Downtown” - Osh:



