Monatsarchiv für Mai 2008

Scharia in Kasachstan

Philipp Jahn am Freitag, den 30. Mai 2008

Scharia ist die Pflichtenlehre des Islams und bestimmt den Alltag von vielen Millionen Moslems auf der Welt. Teil dieser Pflichtenlehre ist die islamische Rechstwissenschaft, die sogenannte Fiqh. In Kasachstan selbst spielt die Scharia eine untergeordenet Rolle, da hier immer schon das Leben durch nomadische Sitten bestimmt wurde. Ein befreundeter Ethnologe meinte einmal zu mir, dass auf dem Land, wo die kodifizierten Gesetze deutsch-sowjetischer Tradition nicht verbreitet/bekannt sind, die Menschen eher nach nomadischen Regeln ihren Streit beilegen als nach der Scharia. Dies aendert sich erst, wenn man sich in die Naehe des Ferganatals begibt, wo keine nomadischen sonder eher baeuerliche Tradition existieren

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Kasachstan und die OSZE

Philipp Jahn am Freitag, den 30. Mai 2008

Die Deutsch-Kasachische Gesellschaft e. V. organisiert eine Veranstaltung in Berlin:

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Verkehr in Kabul II

parameluniversum am Mittwoch, den 28. Mai 2008

Hier nur eine kleine Ergänzung zur veränderten Verkehrslage in Kabul seit 2005: Kabul hat sich seinem Verkehrschaos gestellt und geht die Sache nun offensiv und bürgernah an. Wer Fragen hat und sich mitten auf der Kreuzung aus dem Auto traut kann sich in Zukunft durch das einladende Gardinenfenster bei der Traffic Information eine grüne Gießkanne ansehen.

Velofahren in Dushanbe

sylviane am Dienstag, den 27. Mai 2008

Mein VeloSeit etwa 3 Wochen habe ich ein Velo! Ein super Ding aus Weissrussland, das beste, was man für diesen Preis (US$ 80) haben kann. Nur ein Gang und keine richtige Bremse (nur Rücktrittbremse), aber hier sehen fast alle Fahrräder so aus, und zum Glück sind die meisten Strassen relativ flach!

Das lustige ist, dass die Frauen hier nicht Velo fahren, nur Männer sieht man auf dem Fahrrad. Deshalb müssen die Leute meistens lachen, wenn sie mich sehen, oder irgendetwas blödes auf Russisch sagen. Aber das kümmert mich nicht, mit 2-3 anderen Ausländerinnen bin ich nicht ganz die einzige Velofahrerin und wer weiss, vielleicht wird man in ein paar Jahren auch Tadschike Frauen auf Velos sehen… Das hoffe ich mindestens.

Polizei in Dushanbe

sylviane am Dienstag, den 27. Mai 2008

Wenn man in Dushanbe in der Stadt spaziert, fällt einem etwas auf : an jeder Kreuzung, an jedem Ampelsignal gibt es mindestens einen Polizist ! Ich habe mich vom Anfang an gefragt, was sie den ganzen Tag machen, denn der Verkehr ist nicht reglementiert (bzw. die Verkehrsregel werden so wie so nicht beachtet) und ich habe noch keine Verbrecher getroffen!

Also die Arbeit der Polizisten hier kann man so beschreiben: sie probieren, ihr schlechtes Lohn etwas zu verbessern. Ab und zu (eigentlich ziemlich oft) verlangen sie von den Autofahrern, dass sie anhalten und ihren Fahrausweis zeigen. Meistens findet der Polizist, dass irgendwas nicht in Ordnung ist und der Autofahrer bezahlt eine Busse. Das ist ganz normal hier, die Leute sind daran gewöhnt. Zuerst schreien sie immer ein bisschen (man muss sich doch verteidigen) aber es dauert nie lange, bis Polizisten und Autofahrer sich umarmen! Man würde nie glauben, dass der eine vom anderen Geld verlangt…

Der zweite Teil ihrer Arbeit ist, mehrmals in der Woche die ganze Rudaki-Strasse (Hauptstrasse von Dushanbe) zu sperren, damit der Präsident oder jemand von seiner Familie oder der Regierung auf der Strasse im Raser-Tempo fahren darf… Und auch das ist hier eine ganz normale Sache!


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