10 Jahre Astana
Die kasachische Hauptstadt Astana feiert in diesem Jahr ihr zehnjaehriges Bestehen. HIer in Almaty merkt man im Augenblick besonders daran, dass bei der Uebertragung der EM 2008 im kasachischen Fernsehen idas “10-Astana”-Logo sich mit dem Sender-Logo staendig abwechselt und einen folglich staendig nervt.

Meine Faszination fuer Astana ist allerdings immer noch existent und auch wenn ich dieses Jahr (noch) nicht da war, werde ich die dortige Entwicklungen immer verfolgen. Ich finde ich es ist ein grossartiges Projekt (obwohl Frank O. Gehry dort nicht gebaut hat - was erst neulich wieder von der DAZ behauptet wurde - und Khan Shatyr von Norman Foster wohl Schwierigkeiten mit der Fertigstellung hat) und die Geruechtekuche bzgl. der Umbenneung der Stadt (siehe dazu KZblog und neweurasia.net und Adam on neweurasia.net) zeigt welches Symbol es mittlerweile fuer Kasachstan ist.
Bei einem Ausflug in den Charyn Canyon habe ich einen deutschen Bosch-Lektor kennengelernt, der seine Diplomarbeit ueber Astana geschrieben hat. In dieser Arbeit versuchte er zu begruenden, warum Astana als neue Hauptstadt errichtet wurde. Seine Ausfuehrungen beendete er mit einem Witz, welchen ich hier gerne wiedergeben moechte, obwohl er natuerlich ein wenig mit Vorurteilen spielt, aber welcher Witz tut dies nicht:
Als die Kasachen ihre neue Hauptstadt planten, mussten sie natuerlich auch Bauunternehmer finden, welche ein so gewaltiges Projekt bauen konnten.
Ihre erste Wahl fiel auf tuerkische Bauunternehmer. Sie erklaerten diesen was zu bauen sei und warum und fragten nach dem Preis: 1 Milliarde Dollar bekamen sie als Antwort.
Ihre zweite Wahl fiel auf deutsche Bauunternehmer. Sie erklaerten wiederum was zu tun sei und warum. Unter Verweis auf die beruehmet deutsche Qualitaet (und die hohen Loehne) bekamen sie als Antwort: 2 Milliarden Dollar.
Nun entschieden sie sich einen kasachischen Bauunternehmer zu fragen: Dieser sagte sofort: 3 Milliarden Dollar. Anwort der kasachischen Bauherren: Das ist ja teuerer als bei den Deutschen! Daraufhin der Bauunternehmer: Der Preis berechent sich so: 1 Milliarde fuer Dich, 1 Milliarde fuer mich und 1 Milliarde fuer die Tuerken, damit sie die Stadt bauen…
Ich freue micht trotzdem schon auf die Feierlichkeiten, denn egal was passiert ist, das Ergebnis ist grossartig.
UPDATE: Ben auf neweuraisa.net ueber eine geplante Lichtshow
Tags: 10 Jahre Astana, Astana, Frank Gehry, Frank O. Gehry, Norman Foster, Tag hinzufügen, Witz





Am 18. Juni 2008 um 13:14 Uhr
Vielen Dank für den Beitrag, - gerne würde ich zur Feier hinfahren, muss mal schaune, ob das drinliegt:)
Gute Sache euer Blog! Falls ihr mal Fotomaterial von mir braucht beliefere cih auch gerne mit Material!
Gruss von unterhalb des Koktebe:)
Am 21. Juni 2008 um 14:05 Uhr
[...] Blog ‘Blogistan.asia’ über das Jubiläum [...]
Am 28. März 2010 um 22:07 Uhr
Zum Beitrag ‘Hochhäuser von Frank O.Gehry in Astana’, der ja nun schon mehrfach von verschiedenen Reportern kopiert wurde, weil offensichtlich die Meinung vorherrscht, dass solche markanten Bauten in Astana doch nur von ausländischen Stararchitekten stammen können, ist es wohl nun endlich mal Zeit für die Richtigstellung.
Die in diesen Beiträgen gezeigten Hochhäuser mit den geschwungenen Fassaden wurden von dem kasachischen Architekten Jakob Esau entworfen. Mit seinem Architekturbüro TOO ‘Intereng Project’ hat er bewiesen, dass auch einheimische Architekten in der Lage sind, den Aufbau der Hauptstadt aktiv mitzubestimmen.
Das Geheimnis, warum die Hochhäuser von Jacob Esau -die übrigens ca. 140 Meter in die Höhe ragen- eine stark geschwungene Form besitzen, hat mir Jakob persönlich verraten!