Märchen von dem Land, in dem zu Sowjetzeiten alles besser war
lottaleben am Donnerstag, den 17. Juli 2008Es war einmal ein Land, das lag zwischen Russland und Afghanistan, zwischen Usbekistan und China und man nannte es Tadschikistan. Die Menschen in Tadschikistan waren glücklich, denn die Grenze ihres Landes war gleichzeitig auch die Grenze des gesamten mächtigen russischen Reiches. Im Alltag hatte man keine Sorgen, auf den grossen russischen Bruder war Verlass. Er kümmerte sich darum, dass die Felder maschinell bestellt wurden, die Bewässerungssysteme funktionierten und die Strassen befahrbar waren. Im Winter wie im Sommer bekam jeder seine Berufskleidung ausgeteilt, die Kinder trugen stolz ihre Schuluniform in der Schule, für die die Eltern keine Kopeke zahlen mussten. Wurde eine höhere Ausbildung angestrebt bekam man mit dem Studienplatz gleichzeitig einen kostenlosen Wohnheimplatz zugewiesen, nach dem Studium war der auf dich massgeschneiderte Arbeitsplatz schon reserviert. Der ausgezahlte Lohn war minimal, reichte aber für alles, denn das Kilo Kartoffeln war fast umsonst. Die Läden waren stets voll mit den besten Lebensmitteln, das ganze Jahr über bekam man frische Tomaten. Für die vielen zugezogenen Russen gab es stets auch Schweinefleisch zu kaufen.



