Privet! Für die, die nicht wissen, wer ich bin, ganz kurz: Zwei Monate lang werde ich gemeinsam mit einem Kollegen in Tadschikistan sein, wo wir versuchen ein Projekt für Ingenieure ohne Grenzen auf die Beine zu stellen.
Einer meiner ersten Eindrücke von Dushanbe war die Tatsache, dass die ganze Stadt grün ist – es gibt unglaublich viele Blumen und die grossen Strassen sollte man Alleen nennen, denn sie sind von Bäumen gesäumt. Das zeugt von einem grossen Reichtum der Stadt, denn die Wasser-Ressource in Tadschikistan ist knapp. Sobald man aus der Stadt herausfährt, ist das Land trocken, die Flussläufe sind von weitem erkennbar, sie ziehen sich nicht nur als Täler sondern auch als grüne Streifen durch die Hügel. Wie die Bäume in der Stadt bewässert werden, konnten wir gleich am ersten Tag beobachten: Entlang der gesamten Strasse sind beidseitig kleine Wasserkanäle gezogen, durch die ständig Wasser fliesst. Diese Kanäle werden mit einer Art Einsatz neben einem Baum gestaut. So entsteht eine Art Becken, von dem aus zwei Männer Wasser mit einer gewöhnlichen Schaufel dem Baum zuschaufeln. Wenn ein Baum genügend Wasser bekommen hat, ziehen sie mit dem Kanaleinsatz zum nächsten weiter.
Auch die bunten Blumenbeete auf den Bürgersteigen werden stets gepflegt. Erst auf den zweiten Blick sieht man darin ab und zu Frauen in traditionellen Kleidern hocken, Kleider, die ähnlich bunt sind wie die Beete. Sie rupfen Unkraut oder pflanzen neue Blumen ein.