Wandern in Tadschikistan

sylviane am 6. August 2008

Letztes Wochenende bin ich mit Freunden (Loretta, Annemarie, Dani, Emma) wandern gegangen. Unseren 2-tägigen Ausflug haben wir nördlich von Dushanbe dem Fluss Siama entlang angefangen, bevor wir in ein Seitental eingebogen sind, um uns in Richtung eines Passes (auf 3600 müM) zu bewegen. Leider haben wir uns dabei etwas verlaufen (1:500′000 Karten sind für Wanderungen definitiv nicht zu empfehlen! Aber wir hatten auch nichts besseres… übrigens ist es eine neue Touristenkarte, die von SDC unterstützt wurde und jetzt in der Schweiz verkauft wird www.geckomaps.com)

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Herzlichkeit und Gastfreundschaft

lottaleben am 4. August 2008

Die Tadschiken machen eine wunderschöne Geste, die jeder, der hierher kommt, direkt adaptiert. Es ist eine Geste der Ehrerbietung - man legt sich die Hand auf den Bauch, auf die Brust oder irgendwo dazwischen. Sowohl zum Grusse, als auch beispielsweise wenn man Tee reicht oder gereicht bekommt – es wird einem direkt warm ums Herz.

Überhaupt sind die Tadschiken sehr höflich. Es gibt zum Beispiel im Bus eine klare Rangfolge, wer sitzen darf. Zuerst die älteren Menschen, dann die jungen Frauen, zuletzt die Männer. So ist es mir auch schon passiert, dass jemand für mich aufstand und zwar so selbstverständlich, dass mir gar keine andere Wahl blieb als mich hinzusetzen.

Ganz besonderer Herzlichkeit begegnet man, wenn man irgendwo zu Gast ist. Und auf eine Art ist man hier immer zu Gast, zu Gast im Lande.

Lädt einen jemand spontan nach Hause zu sich ein, zum „Tee trinken“, wird aus dem Tag ein Festtag. Denn wie an einem Festtag, füllt sich der Tisch mit allem, was Herz und Magen begehren, mit allem, was der Haushalt hergibt. Je mehr man geben kann, desto gelungener das Fest.

Man nimmt zwar selten an, doch die Einladung zum „Tee trinken“ spricht fast jeder aus, mit dem man in der Nähe seines Hauses ein paar Worte wechselt. Sie gehört sozusagen zum Abschiedritual. Hand auf’s Herz.

Internationale Tagung über Zentralasien in Loccum

turnvater am 28. Juli 2008

Es scheint eine interessante Tagung über Zentralasien im September zu geben:

Internationale Tagung
Kooperation mit Zentralasien - Was will und kann die EU leisten?

Die politisch-geographische Region Zentralasien, zu der die heute
unabhängigen ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan,
Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan zählen, gewinnt aus
strategischen Gründen und nicht zuletzt wegen ihres
Ressourcenreichtums an internationaler Bedeutung und weckt
Begehrlichkeiten der globalen Player. Wachsende Aufmerksamkeit
richtet sich auch auf die Transformationsprobleme in der Region.
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Märchen von dem Land, in dem zu Sowjetzeiten alles besser war

lottaleben am 17. Juli 2008

Es war einmal ein Land, das lag zwischen Russland und Afghanistan, zwischen Usbekistan und China und man nannte es Tadschikistan. Die Menschen in Tadschikistan waren glücklich, denn die Grenze ihres Landes war gleichzeitig auch die Grenze des gesamten mächtigen russischen Reiches. Im Alltag hatte man keine Sorgen, auf den grossen russischen Bruder war Verlass. Er kümmerte sich darum, dass die Felder maschinell bestellt wurden, die Bewässerungssysteme funktionierten und die Strassen befahrbar waren. Im Winter wie im Sommer bekam jeder seine Berufskleidung ausgeteilt, die Kinder trugen stolz ihre Schuluniform in der Schule, für die die Eltern keine Kopeke zahlen mussten. Wurde eine höhere Ausbildung angestrebt bekam man mit dem Studienplatz gleichzeitig einen kostenlosen Wohnheimplatz zugewiesen, nach dem Studium war der auf dich massgeschneiderte Arbeitsplatz schon reserviert. Der ausgezahlte Lohn war minimal, reichte aber für alles, denn das Kilo Kartoffeln war fast umsonst. Die Läden waren stets voll mit den besten Lebensmitteln, das ganze Jahr über bekam man frische Tomaten. Für die vielen zugezogenen Russen gab es stets auch Schweinefleisch zu kaufen.

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Zentralasienstrategie der EU

turnvater am 16. Juli 2008

Am 14.7. war ich auf einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde in Berlin zum Thema: ”Ein Jahr Zentralasienstrategie der EU“. Auf dem Podium saßen Dr. Manja Hussner, eine DAAD-Lektorin aus Taschkent, Dr Maksat Kachkeev, ein kirgisischer Jurist aus Köln, und Dr. Jenniver Sehring, „Frau Wasser“ aus Würzburg. Moderiert wurde der Abend von Dr. Beate Eschment der Redakteurin der Zentral-Asien-Analysen.

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