Archiv des Tags ‘Oligarch’

Klatsch

Philipp Jahn am Donnerstag, den 1. Mai 2008

Ich bin gerade in Kirgisistan und habe ein wenig Zeit und Ruhe mich mit den Blogs über Zentral Asien zu beschäftigen. Auf der Seite von Steve Levine, dem Autor von Oil And Glory, habe ich dann diesen Beitrag über den kasachischen Jetset gelesen, er enthält alles, was man so braucht: einen Oligarch, einen englischen Prinzen, eine Präsidententochter und ein uneheliches Kind. Viel Spass!
PS: Ab Montag habe ich ein Praktikum, dann gibt es weniger Beiträge, versprochen!

Vladimir Kim oder Wer hat die Macht bei Kazakhmys ?

Philipp Jahn am Dienstag, den 1. Januar 2008

Vladimir Kim ist ein kasachischer Oligarch. Sein Vermögen beträgt laut Forbes 5,5 Milliarden Dollar und umfaßt u.a. einen 25 prozentigen Anteil an der Eurasian Group und einen milliardenschweren Anteil an dem Kupferproduzenten Kazakhmys, dessen Chairman er auch ist. Kazakhmys stand vorher im Eigetum der koreanischen Samsung Group. Da Kim selbst zur koreanischen Minderheit (0,7%) von Kasachstan gehört, welche von Stalin während des Zweiten Weltkrieges von Ostasien nach Zentralasien umgesiedelt wurde, wird in Kasachstan viel über seine Beziehung zu Samsung spekuliert. Viele Beobachter bezweifeln, daß Kim wirklich der Eigentümer von Kazakhmys ist, vielmehr geht man von einem koreanischen Clan innerhalb der kasachischen Elite aus, dessen offizielles Gesicht Kim lediglich ist . Hier dazu ein interessanter Artikel beim roberts-report.

Vom Professor der Philologie zum Oligarchen oder das TRIO

Philipp Jahn am Donnerstag, den 29. November 2007

Alexander Mashkevich, Alijan Ibragimov und Patokh Chodiev sind drei Oligarchen, welche als das Trio bekannt sind. Sie kontrollieren die Eurasian National Resources Corporation, bekannt als Eurasian Group, welche eine bedeutende Rolle in der Rohstoffgewinnung in Kasachstan spielt. Interessant ist dabei, daß keiner der drei Kasache ist: Mashkevich ist Kirgise und israelischer Staatsbürger, Ibragimov ist aus Kirgisien und ethnischer Usbeke und Chodiev ist Usbeke und Staatsbürger Belgiens. Mashkevich war übrigens vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion Professor der Philologie in Bishkek. Die ersten Geschäftekontakte machte das Trio wohl mit der Privatisierung des Stromnetzes in Kasachstan.Zur Vertiefung ein Forbes-Artikel und eine Analyse von eurasianet.org. Seid neustem ist übrigens auch Vladimir Kim ein Teilhaber bei der Eurasian Group, ein koreanischstämmiger kasachischer Oligarch, über ihn dann mehr nächste Woche.

Aus der reihe populäre zentralasiatische Oligarchen diesmal Schwiegersohn Timur Kulibayev

Philipp Jahn am Donnerstag, den 22. November 2007

Kulibayev ist mit Dinara Kulibayeva (ehemals Nazarbayeva) verheiratet, was ihn zum Schwiegersohn von Kasachstans Präsidenten Nursultan Nazarbayev macht. Sein Vermögen beträgt laut Forbes beträgt 2,1 Milliarden Dollar, Geld welches hauptsächlich aus seiner Karriere innerhalb der kasachischen Ölindustrie stammt und seinen Anteilen an der Almex Holding Group, welche an der Halyk Bank beteiligt ist. Kulibyev wird nachgesagt, daß er innerhalb der kasachischen Machtverhältnisse eine immer wichtigere Rolle spielt. Ein Umstand der bestimmt auch daher rührt, daß er der letzte verbliebene Schwiegersohn von Nazarbayeva ist. Rakhat Aliyev, Ex-Mann von Dariga, befindet sich zur Zeit auf der Flucht vor der kasachischen Justiz. Aliya Nazarbayeva ist ebenfalls geschieden, ihr Mann war Aidar Akayev, Sohn des ehemaligen kirgisischen Präsidenten. Der Scheidung folgte ein Rosenkrieg, welcher wohl dazu führte, daß Aidars Vater nach der Tulpenrevolution ins Exil nach Moskau mußte statt ins nahe Almaty zu gehen.Nächste Woche: Alexander Mashkevich

Aus der Reihe populäre zentralasiatische Oligarchen diese Woche: Alisher Usmanov.

Philipp Jahn am Sonntag, den 11. November 2007

Stell Dir vor Du bist Usbeke und lebst in Moskau, bist Gazprom Berater, hast ein geschätztes Vermögen von 5,5 Milliarden Dollar, besitzt über 20% von Arsenal London und bist ein guter Freund von Putin. Eine Freundschaft die Du Dir hart erarbeitet ist, hast Du doch für 57 Millionen Euro die Kunstsammelung des verstorbenen Cellisten Mstislav Rostropovich bei Sotheby’s ersteigert und dem Constantine Palace in St. Petersburg vermacht und dann hast Du auch noch die Zeitung Kommersant welche dem in Ungnade gefallenen Beresowki gehört gekauft.
Gut, Du hast ein paar Probleme im Internet mit diesem ehemaligen Botschafter Craig Murray und Deine teueren Anwälte schaffen es nicht ihm das Maul zu stopfen, aber dafür bist Du dann ja in Deiner alten Heimat Usbekistan wieder beliebter.
Wenn Du Dir das nicht vorstellen kann, dann mußt Du Alisher Usmanov fragen, wie es denn so ist.


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